Von traumhaften Aussichten und falschen Quallen
Die St. Euphemia thront über Rovinj und prägt dessen Skyline.
Wir waren reif fürs Meer – und zwar für ein richtig schönes, türkisfarbenes Meer. Nein, es wurden nicht die Malediven, sondern wir wählten das wunderschöne Hafenstädtchen Rovinj an der kroatischen Adria.

Nach einer achtstündigen Autofahrt kamen wir spätabends am Hafen von Rovinj an, wo uns ein kleines Kursschiff zu unserem Inselhotel Istra brachte. Dieses gehört zur Maistra Hotelgruppe, der neun Hotels und acht Ferienanlagen in Rovinj und Vrsar gehören. Eine ganze Insel mit kleinen Buchten und Stränden über die Insel verteilt für uns – was für ein Traum.

Auf zum Gipfel
Ausgeschlafen und voller Tatendrang erwachten wir am nächsten Tag und machten uns auf den Weg nach Rovinj. Immer der Nasenspitze entlang erforschten wir die zauberhafte Altstadt von Rovinj, welche auf einem Hügel ins Meer hinausragt. Das Ziel ist schnell ersichtlich: Die Kirche St. Euphemia, die das charakteristische Hauptmerkmal der Skyline von Rovinj darstellt. Der Blick von hier oben über die Stadt bis an den Horizont ist unbezahlbar.

Schmale Gässchen gesäumt von bunten Häusern
Genau gegenüber von Rovinj liegt die Lagunenstadt Venedig. Das Erscheinungsbild des Städtchens sowie dessen Bauten zeugen davon, dass Rovinj in frühen Jahren einst ein Teil der Venezianischen Republik war. Die bunten Häuser der Altstadt sind alle schmal, machen den Mangel an Platz aber dafür durch Höhe wett. Die vielen kleinen Gässchen und die wunderschönen Plätze machen Rovinj zu einem zauberhaften Urlaubsziel.

Jedno pivo, molim
Besonders angetan haben es uns auch die vielen kleinen Galerien, Bars und tollen Restaurants. Hier hebt sich Rovinj von vielen anderen südlichen Feriendomizilen ab – es ist irgendwie hipper... und innovativer. Die hübschen Cafés sind oft mit viel Liebe gestaltet und an manchen Orten kann man den Kaffee oder den Lieblingsdrink auf Felsvorsprüngen direkt am Meer geniessen.

Unser absoluter Favorit an dieser Stelle: Die Bar Mediterraneo (Ul. Sv. Križa 24) – ein kühles Ožujsko oder die vielen Ginkreationen schmecken dank der gelungenen Atmosphäre noch besser, als sie sowieso schon sind. Es ist also nachvollziehbar, dass es uns hier mehr als nur einmal hingzog.
Die bunten Stühle und Tische perfektionieren das Ambiente in der Bar Mediterraneo.
Wenn der Magen knurrte
Doch nicht nur die Cocktails haben uns verzaubert, denn das kleine Städtchen hat auch kulinarisch ganz viel zu bieten. An dieser Stelle wieder ein Tipp, welcher uns besonders am Herzen liegt: Das Bookeria (Trg. Pignaton 7) liegt ganz zentral im Herzen von Rovinj.

Besonders Fischliebhaber, aber auch Fleischtiger kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Speisen werden wunderschön angerichtet und sind exzellent zubereitet, wirklich ein Gaumenschmaus. Auch die Pizza im Da Sergio (Ul. Grisia 11) oder das Tipico gleich daneben (Ul. Grisia 23) sind unbedingt einen Besuch wert.

Salzwasserpool 1, Meer 0
Um uns auch ein wenig zu erholen, kam natürlich auch das Badevergnügen nicht zu kurz. Das Wasser der kroatischen Adria ist wunderschön und klar, die Temperatur im September war nahezu perfekt. Der Gang ins Meer wurde uns leider aber etwas erschwert. Noch nie hatten wir so viele Quallen gleichzeitig gesehen. Genauer gesagt waren es Rippenquallen, welche gar keine eigentlichen Quallen sind.

Diese tummelten sich insbesondere am Vormittag in Massen am Ufer. Sie ist für den Menschen zwar ungefährlich, dennoch ist es nicht sonderlich angenehm, sich erst den Weg durch die glitschigen Gestalten zu bahnen. Daher wurde für eine Erfrischung der Salzwasserpool etwas häufiger aufgesucht als das Meer. Allerdings soll es von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein – dies soll bloss kein Grund sein, um sich gegen Rovinj zu entscheiden.

Wir hatten zumindest perfekte Ferien im kroatischen Hafenstädtchen und waren bestimmt nicht das letzte Mal hier.
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