Die ewige Stadt in 48 Stunden
Rom in 48 Stunden zu erkunden ist gar nicht so einfach. Und doch stellten wir uns dieser Challenge und meisterten Sie – wie wir finden – gar nicht so schlecht, wenn auch nicht fehlerlos.

Nach einer sehr kurzen Nacht – unser Flug ging um 7.00 Uhr früh morgens – landeten wir bei strahlend schönem Wetter in Rom. Unser Fahrer stand schon bereit und brachte uns in unser Apartment – ein wahres Bijoux, welches wir über Interhome gebucht haben. Zur Abwechslung wollten wir einmal nicht wie Touristen in ein Hotel, sondern das «Dolce-Vita-Feeling» wie römische Einheimische erleben. Die Entscheidung sollten wir nicht bereuen. Der herzliche Empfang der Hausbesitzerin war einmalig. Auch wenn die Kommunikation mit unserem Spanisch-Englisch-Mix und ihrem Italienisch eher schwierig war, hat man ja glücklicherweise noch Hände und Füsse. Bald darauf traf Gianluca von der Interhome-Agentur in Rom ein und zeigte uns das Apartment. Bei einem kühlen «Acqua Tonica» gaben uns Gianluca und die Hausbesitzerin, deren Namen ich leider nicht verstanden habe, mit einem kleinen Stadtplan viele hilfreiche Tipps, was wir wo machen, trinken, essen, kaufen und anschauen können. So viele Tipps und so wenig Zeit. Es war also höchste Zeit, unser Programm beginnen zu lassen.

Von den Vatikanischen Museen bis zur Piazza Navona
Startpunkt unserer Sightseeing- Tour war die Via Candia, wo sich unser Apartment befand. Ganz in der Nähe – Rom ist gar nicht so gross, es lässt sich alles wunderbar zu Fuss machen – befanden sich schon die ersten Must Sees von Rom. Zuerst die Vatikanischen Museen, welche die päpstlichen Kunstsammlungen beherbergen und gleich nebenan der berühmte St. Petersdom, das Zentrum des unabhängigen Staats der Vatikanstadt und eine der sieben Pilgerkirchen in der Stadt. Von hier aus wechselten wir über die Ponte Vittorio Emanuele die Flusseite, um einen der ersten Tipps von Gianluca auszuprobieren: An der Piazza Sant’Eustachio soll es nämlich den besten Kaffee in ganz Rom geben und dem können wir wirklich nur beipflichten.
Der beste Kaffee in ganz Rom gibt es hier.
Nach unserer kurzen Kaffeepause machten wir uns auf zur Piazza Navona ganz in der Nähe. Die barocke Bauweise der Gebäude und der Brunnen beeindruckte uns sehr. Doch langsam wurde uns doch die Hitze etwas zu viel und wir entschlossen kurzerhand uns eine Erfrischung zu gönnen – es sind ja schliesslich Ferien. Dazu schnappten wir uns ein Taxi und fuhren hügelaufwärts zu einem der schönsten (und für externe Gäste einzigen) Outdoorpool in Rom – dem Hotelpool des Rome Cavalieri Hilton-Hotels. Hier liessen wir es uns gut gehen und entspannten etwas nach einem doch recht anstrengenden Tag und tankten Energie für den Abend.

Aperitivo und Essen in Trastevere
Da wir den Tipp erhielten, dass es in Trastevere tollen Aperitivo und ebenso tolle Restaurants gibt, probierten wir das gleich mal aus und wir wurden nicht enttäuscht. Gleich neben dem Fluss an der Via del Politeama 4 besuchten wir das «Freni e Frizioni», eine Bar mit den besten Drinks und dazu einem sehr grosszügigen Aperitivo-Buffet, wo sich jeder der etwas trinkt, bedienen darf.
Unbedingt einen Besuch wert - das Freni e Frizioni.
Wir versuchten uns mehr oder weniger erfolgreich zu zügeln, da wir ja noch eine Reservation für unser Nachtessen hatten. Unser Restaurant – ebenfalls ein sehr guter Tipp – lag nur ein paar Gehminuten entfernt an der Piazza Di San Giovanni Della Malva: Die «Osteria Da Zi’Umberto». Da lachten uns aus der Karte viele lecker klingende Gerichte an, wir hielten uns jedoch erneut an Gianluca’s Tipp, entweder die Pasta Amatriciana oder Tonnarelli Cacio e Pepe zu wählen, da diese typisch römische Gerichte seien. Wir bereuten unsere Wahl nicht und gingen mit vollem Magen und sehr, sehr müde zurück in unser Apartment und fielen in die weichen Betten.

Gewitter? Doch nicht in Rom...
Am nächsten Morgen frühstückten wir in unserem Apartment erst einmal gemütlich und machten uns bereit für einen zweiten Tag im schönen Rom. Die Wetteransage sagte ein mögliches Gewitter voraus, doch der Himmel war noch so blau, dass wir das irgendwie verdrängten. Mit der Metro fuhren wir zur Via del Corso, wo es tolle Geschäfte mit bezahlbaren Preisen gibt – quasi das Soho von Rom. Nach dem einen oder anderen Fundstück verspürten wir Hunger auf eine weitere leckere römische Mahlzeit und kamen erneut in den Genuss von bester römischer Pasta. Im Anschluss widmeten wir uns wieder dem Sightseeing und machten uns auf Richtung Kolosseum. Auf dem Weg spürten wir dann die ersten Regentropfen, welche schnell in ein doch recht ansehnliches Gewitter ausarteten, weshalb wir dann etwa eine halbe Stunde unterstehen mussten. Um dann doch weitergehen zu können kauften wir einem Strassenhändler zwei Pelerinen ab und machten uns auf zur nächsten Bar, wo wir bei einem sehr grosszügigen Aperol Spritz auf das Ende des Gewitter warteten. Als ob es nie geregnet hätte war es dann nullkommaplötzlich wieder strahlend schön und warm und wir gingen weiter zu einem der Highlights von Rom, dem Kolosseum. Ein sehr eindrückliches Bauwerk, welches wir nach etwas Anstehen auch von innen bewundern konnten. Etwas weiter Richtung Norden, an der Via Leonina gönnten wir uns in der Gelateria Ciuri Ciuri eines der besten Gelatos in Rom. Nach dieser wohlverdienten Erfrischung stiegen wir wieder in die Metro und fuhren in Richtung «Spagna», um die spanische Treppe zu bewundern. Allerdings würden wir diese jetzt nicht als ein Highlight bezeichnen, aber vielleicht lag das auch an den wieder aufziehenden Gewitterwolken und dem beginnenden Regen. Im Anschluss ging es dann wieder zurück ins Apartment.

Der letzte Abend
Frisch geduscht und mit etwas Hunger wollten wir nun doch – obwohl nicht typisch römisch – noch in den Genuss einer italienischen Pizza kommen. Ganz in der Nähe unseres Apartments im Ristorante Renovatio La Soffitta machten wir eine Reservation und folgten für einen Aperitivo dem Rat des Kellners, gleich um die Ecke an der Via Properzio in eine Bar zu gehen. Auch hier genossen wir besten Wein und auch äusserst gute Cocktails, welche wirklich exquisit zubereitet wurden. Die anschliessende Pizza im La Soffita war ebenfalls sehr empfehlenswert. Ausklingen liessen wir den Abend im La Zanzara an der Via Crescenzio 84, wo wir definitiv zum Schluss kamen, dass die Römer die Kunst der Cocktails sehr gut beherrschen.
Gar nicht stilgemäss für Rom - der London Mule.
Nach einem erfolgreichen Tag machten wir uns wieder auf den Weg ins Apartment um noch etwas Schlaf zu kriegen, bevor es am nächsten Morgen wieder zum Flughafen und nach Hause ging.

Ein Grund um wiederzukommen
Obwohl die Zeit von uns ganz gut genutzt wurde, werden wir definitiv noch einmal zurückkehren und die ewige Stadt noch weiter zu erkunden. Nicht zuletzt auch, weil uns im Taxi in den Sinn kam, dass wir es doch tatsächlich verpasst haben, den Fontana di Trevi zu besichtigen. Früher oder später werden auch wir eine Münze über unsere Schulter in den Trevi-Brunnen werfen – bestimmt.
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